Die im M:access notierte Jost AG wird das abgelaufene Geschäftsjahr, entgegen den ursprünglichen Erwartungen, mit einem negativen Ergebnis abschließen. Die Ursachen hierfür sind Umsatzrückgänge und ungeplante Abschreibungen auf Forderungen.
Im Oktober war der Vorstand noch davon ausgegangen, dass ein Umsatz auf Vorjahresniveau möglich ist. Bedingt durch den schleppenden Verlauf in der Vermittlung von Kanzleien blieb der Umsatz jedoch auch im vierten Quartal hinter den Erwartungen zurück. Dies ist u. a. darauf zurückzuführen, dass die Jost AG als Vermittler nur bedingt Einfluss auf den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nehmen kann. Der fehlende Umsatz wirkte sich negativ auf das Ergebnis aus, die Fixkosten schlugen überproportional zu Buche.
Im vierten Quartal 2008 erzielte die Jost AG einen Umsatz von 439 Tausend Euro und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 12 Tausend Euro. Auf Geschäftsjahressicht konnten somit 972 Tausend Euro Umsatzerlöse verbucht werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich in diesem Zeitraum auf -170 Tausend Euro, das EBIT betrug -185 Tausend Euro. Verantwortlich für das negative Ergebnis in 2008 sind die überdurchschnittlich hohen Investitionen in langfristige Marketingmaßnahmen. Zudem wird die Bilanz durch ungeplante Abschreibungen belastet. Aufgrund von laufenden Gerichts- und Insolvenzverfahren wurden vorsorglich stark erhöhte Einzelwertberichtigungen bzw. Abschreibungen auf Forderungen vorgenommen.