Die Jost AG hat im dritten Quartal 2008 ihre Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht, erwartet jedoch für das letzte Quartal eine deutliche Geschäftsbelebung. Nach dem heute veröffentlichten Quartalsbericht erzielte die Jost AG einen Umsatz von 144 Tausend Euro und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -94 Tausend Euro. Auf Neunmonatssicht konnten somit 533 Tausend Euro Umsatzerlöse verbucht werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich in diesem Zeitraum auf -182 Tausend Euro, das EBIT betrug -192 Tausend Euro.
Bedingt durch den schleppenden Verlauf in der Vermittlung von Kanzleien blieb der Umsatz im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurück. Dies ist u. a. auch darauf zurückzuführen, dass die Jost AG als Vermittler nur bedingt Einfluss auf den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nehmen kann. Der fehlende Umsatz wirkte sich negativ auf das Ergebnis aus, die Fixkosten schlagen überproportional zu Buche. Der Ausblick auf den weiteren Geschäftsverlauf ist insgesamt positiv, allerdings bleibt abzuwarten, inwieweit die aktuelle Finanzkrise die verkaufswilligen Eigentümer der Kanzleien in ihren Entscheidungen beeinflusst.
Investitionen in die Zukunft
Auf die Sicherung der Zukunft des Unternehmens legt die Jost AG, wie schon in den letzten Jahren, auch im laufenden Geschäftsjahr großen Wert. Insbesondere die überdurchschnittlichen hohen Investitionen in langfristig angelegte Marketingmaßnahmen unterstützen die Marktpräsenz und den Unternehmenserfolg nachhaltig. Hierzu der Vorstandsvorsitzende der Jost AG, Klaus Jost: „Die Zukunftssicherung bedingt heute Investitionen und verursacht heute Kosten, die kurzfristig das Ergebnis belasten, die aber die Grundlage für künftiges Wachstum sind und damit langfristig Werte schaffen“.
Die Jost AG erwartet ein starkes Jahresschlussquartal
„Die Umsatzverschiebungen im Geschäft mit Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern, die auch im dritten Quartal zu verzeichnen waren, werden nach unserer Einschätzung im vierten Quartal mehr als ausgeglichen. Schon in den ersten Wochen im Oktober konn-ten mehr Provisionserlöse verbucht werden, als im dritten Quartal des laufenden Jahres. Wir werden wieder schwarze Zahlen schreiben“, so Vorstand Alexander Jost. Nachdem die Kanzleivermittlung Projektgeschäft ist, ist eine präzise quartalsbezogene Vorhersage der Geschäftsentwicklung schwierig. Trotz dieser Unsicherheit geht der Vorstand davon aus, dass sich der Umsatz zum Jahresende im Rahmen der letzten Prognose einstellen wird. Der genaue Wert des Ertrages hängt davon ab, inwieweit es gelingt, die laufenden Projekte zum Abschluss zu bringen.